Make your own tepache: The summery refreshment from fermented pineapple

Der Sommer steckt voller frischer Früchte – und oft landen Schalen, Kerne und Reste direkt im Biomüll. Tepache zeigt, dass genau darin großes Potenzial steckt.


Das traditionelle mexikanische Getränk wird aus Ananasschalen fermentiert und ist ein perfekter Einstieg in die Welt der Fermentation. Mit nur wenigen Zutaten entsteht ein fruchtig-spritziger Sommerdrink mit natürlicher Kohlensäure und komplexen Aromen.

Das Beste daran: Wer einmal verstanden hat, wie Tepache funktioniert, lernt die Grundlagen der Fermentation kennen und kann dieses Wissen auf viele weitere fermentierte Getränke übertragen. Ganz nach dem Motto Taste Summer Longer.

Was ist Tepache?

Tepache ist ein traditionelles fermentiertes Ananasgetränk aus Mexiko. Es wird aus Ananasschalen, Zucker und Gewürzen hergestellt und fermentiert über mehrere Tage bei Raumtemperatur. Dabei entsteht ein leicht prickelndes Getränk mit fruchtigen, karamelligen und mild säuerlichen Noten.


Besonders spannend: Für Tepache werden die Schalen und der Kern der Ananas verwendet. Das macht das Getränk zu einer einfachen Möglichkeit, Obstreste sinnvoll weiterzuverwerten

Tepache als Anfänger:innen Rezept

Tepache gehört zu den einfachsten Fermenten überhaupt.

Du benötigst nur wenige Zutaten, keine Starterkulturen und kannst bereits nach wenigen Tagen erste Ergebnisse probieren. Während der Fermentation lassen sich typische Prozesse wie Bläschenbildung, Kohlensäureentwicklung und Geschmacksveränderungen besonders gut beobachten.

Wer Fermentation lernen möchte, findet in Tepache deshalb einen idealen Einstieg.


Wie funktioniert die Fermentation bei Tepache?


Auf der Schale einer Ananas befinden sich natürliche Hefen und Mikroorganismen. Gemeinsam mit Zucker starten sie die Fermentation.

Dabei wird Zucker langsam umgewandelt und es entstehen:

  • Kohlensäure
  • fruchtige Fermentationsaromen
  • eine leichte Säure
  • die typische Spritzigkeit von Tepache

Die kleinen Bläschen während der Fermentation zeigen, dass die Mikroorganismen aktiv arbeiten.

Tepache herstellen

Zutaten

  • 1 große Bio-Ananas
  • 180 g unraffinierter Rohrzucker
  • 1,5 l Wasser
  • 1 Zimtstange
  • 4 Nelken
  • 20 g frischer Ingwer

Außerdem

  • Oleni Mason Jar 2L
  • Fermentier Deckel
  • Karaffenaufsatz
Tepache selber machen

Zubereitung

1. Ananas reinigen und vorbereiten

Die Bio-Ananas gründlich unter warmem Wasser reinigen. Anschließend Schale, Strunk und anhaftende Fruchtreste von der Ananas lösen. Für Tepache werden genau diese Teile verwendet – das Fruchtfleisch kannst du separat genießen.


2. Zutaten ins Glas geben

Ananasschalen, Strunk, Ingwer, Zimt und Nelken in das Oleni Mason Jar 2 L geben. 180 g Zucker in 1.5 L Wasser auflösen und darüber gießen, sodass alle Zutaten bedeckt sind.


3. Fermentieren lassen

Das Glas mit einem Fermentier Deckel verschließen, der entstehende Gase entweichen lässt und 2–3 Tage bei Raumtemperatur stehen lassen.

Bereits nach etwa 24 Stunden können sich kleine Bläschen bilden. Sie zeigen, dass die Fermentation begonnen hat und sich natürliche Kohlensäure entwickelt.

4. Geschmack prüfen

Nach 48 Stunden probieren. Das Tepache sollte fruchtig, leicht prickelnd und angenehm süß-säuerlich schmecken. Für mehr Säure weitere 12–24 Stunden fermentieren lassen.


5. Abgießen und genießen

Sobald der Geschmack passt, das Getränk mit dem Kefirdeckel oder Karaffenaufsatz abgießen. Gewürze und Ananasreste bleiben dabei zuverlässig zurück.

Tools & Fermentieren Must-haves

Der sommerlich erfrischende Geschmack von Tepache

Tepache begeistert mit einem Geschmack, der gleichzeitig vertraut und überraschend neu ist. Durch die Fermentation entsteht aus Ananasschalen ein fruchtig-frischer Sommerdrink mit feiner Kohlensäure, leichter Säure und dezenten karamelligen Noten. Je nach Fermentationsdauer schmeckt Tepache etwas süßer oder entwickelt eine intensivere, komplexere Säure.


Gerade diese unkomplizierte Geschmacksentwicklung macht Tepache zum perfekten Ferment für Anfänger. Schon nach 2 bis 3 Tagen kannst du beobachten, wie aus wenigen Zutaten ein lebendiges Getränk entsteht: Bläschen bilden sich, die natürliche Kohlensäure entwickelt sich und die Aromen verändern sich Tag für Tag. So werden die Grundlagen der Fermentation direkt erlebbar.


Das Beste daran: Für Tepache brauchst du weder komplizierte Zutaten noch viel Erfahrung. Mit Ananasschalen, Zucker und etwas Geduld entsteht ein fermentiertes Getränk, das nicht nur erfrischend schmeckt, sondern auch zeigt, wie einfach Fermentation im Alltag sein kann.

Tepache selber machen
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FAQ: Tepache

Woher stammt Tepache?

Tepache stammt ursprünglich aus Mexiko und wird dort seit Jahrhunderten als fermentiertes Erfrischungsgetränk hergestellt.

Kann man Tepache ohne Ingwer herstellen?

Ja. Ingwer sorgt für zusätzliche Würze, ist für die Fermentation selbst aber nicht zwingend notwendig.

Woran erkenne ich, dass Tepache fertig ist?

Das Getränk sollte leicht prickeln, fruchtig riechen und angenehm süß-säuerlich schmecken.

Warum entstehen Bläschen?

Die Bläschen entstehen durch Kohlensäure, die während der Fermentation von den Mikroorganismen gebildet wird.

Wie lange ist Tepache haltbar?

Im Kühlschrank hält sich Tepache meist mehrere Tage bis etwa eine Woche. Mit der Zeit fermentiert es jedoch weiter und wird säuerlicher.

Kann Tepache zu Essig werden?

Jaein. Wird Tepache sehr lange fermentiert, entwickelt sich zunehmend Säure und das Getränk kann einen essigähnlichen Geschmack annehmen.

Kann man Tepache ein zweites Mal fermentieren?

Ja. Für mehr Kohlensäure kann Tepache nach dem Abseihen in Flaschen abgefüllt und für kurze Zeit ein zweites Mal fermentiert werden.

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